Stellungnahme des SFZ: Vertraulichkeit der Schuldner- und Insolvenzberatung gefährdet

 

In der Praxis der Schuldner- und Insolvenzberatung besteht die Gefahr, dass der fachliche Beratungsstandard der Vertraulichkeit nicht mehr angemessen umgesetzt wird.

 

Ein zentraler Grund dafür ist, dass sich manche Leistungsträger bei der Datenerhebung auch in Bezug auf Beratungsdaten nicht auf das Notwendige beschränken. Dem ist entgegenzuwirken, zumal die Privatsphäre der Ratsuchenden durch verfassungsrechtliche Vorgaben, das sogenannte Recht auf informationelle Selbstbestimmung, zu schützen ist. Der Schutz der Inhalte von Schuldner- und Insolvenzberatung ist in der Beratungspraxis dauerhaft zu gewährleisten. Zur angemessenen Gestaltung von Schuldner- und Insolvenzberatung besteht Handlungsbedarf hinsichtlich einer fachgerechten und verfassungsrechtskonformen Anwendung von Auskunftspflichten. Darüber hinaus bedarf es einer transparenten (datenschutz-)rechtlichen Gestaltung des Vertrauensschutzes durch den Bundesgesetzgeber.

 

Hintergrund-Informationen:
Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV):
SGB II und Praxis der Schuldnerberatung. Ergebnisse einer Umfrage der AG SBV.

 

Die gesamte Stellungnahme finden Sie hier als PDF:

Stellungnahme der Forschungs- und Dokumentationsstelle für Verbraucherinsolvenz und Schuldnerberatung - Schuldnerfachberatungszentrum (SFZ)

 


 

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