Zulässigkeit eines zweiten Insolvenzverfahrens bei unterlassenem Restschuldbefreiungsantrag

1. Stellt der Schuldner keinen Antrag auf Restschuldbefreiung in einem Erstverfahren, fehlt es nach Abschluss des Erstverfahrens für die Durchführung eines erneuten Verfahrens unter Stellung eines Restschuldbefreiungsantrags nicht am Rechtsschutzbedürfnis (aA LG Koblenz ZVI 2005, 91= NZI 2004, 679)<br>2. Ist das Erstverfahren ge. §207 InsO mangels Masse eingestellt worden, kann das Zweitverfahren sofort eröffnet werden, ohne das ein Gutachten eingeholt wird oder der Schuldner weitere Angaben zu seinen Vermögensverhältnissen macht.AG Göttingen, Beschl. v. 27.4.2005 - 74 IN 130/05 (rechtskräftig)